Mittwoch 19.10.2011 – Adelaide
Da man im Adabco Hotel kostenlos frühstücken kann, haben wir die Gelegenheit gleich wahrgenommen und dort die erste Stärkung für den anstehenden Tag eingenommen. Danach ging´s zum Victoria Square und von dort aus mit der Tram nach Glenelg. In den Tourismus-Prospekten wird immer eine historische Tram gezeigt, aber diese scheint wohl nur zu Fotozwecken oder an „besonderen Feiertagen“ zu fahren, denn wir saßen in einer total normalen Straßenbahn.
Interessant gestaltete sich hierbei lediglich der Ticketkauf. Es gibt weder an den Haltestellen noch in der Tram Ticketautomaten. Erst waren wir verunsichert, ob wir bei der nächsten Haltestelle wieder raus sollten und uns irgendwo – vielleicht an einem Kiosk – ein Ticket kaufen sollten. Den Plan haben wir aber wieder verworfen. Ein paar Stationen weiter stieg dann ein freundlicher Herr ein, der bereits gekaufte Tickets kontrollierte bzw. Tickets verkaufte. Er hat uns dann netterweise gesagt, wie wir am billigsten fahren können und uns vor dem Kauf eines überteuerten Tagestickets bewahrt.
In Glenelg nach ca. 20 Minuten Fahrt angekommen, sind wir als erstes Richtung Strand marschiert. Da es noch recht früh am Morgen war, konnten wir den Strand mit ein paar wenigen Leuten genießen. Glenelg ist zwar ganz hübsch, aber als etwas Besonderes und absolut sehenswertes kann man diesen Stadtteil von Adelaide dann doch wieder nicht bezeichnen. Es gibt einiges schöne schmucke Häuser, aber auch viele Häuser mit wenig Charme – das gleiche gilt für die Shops und die Cafés.
Nachdem wir nach einem kurzen Bummel durch die Shopping-Street unseren Lunch gegessen hatten, ging es mit der Tram wieder zurück in die Innenstadt. Die Fahrt zurück war dann eine Freifahrt, denn dieses Mal kam überhaupt kein freundliches Männchen von „Metro Adelaide“ und hat Tickets verkauft. Wie praktisch, nun sind wir hin und zurück für 2,90 Dollar gefahren – billiger geht´s nur mit schwarzfahren. ;-)
Zurück in Adelaide angekommen sind wir über eine der Hauptstraßen (King-William-Street) zurück zum Shopping-Epi-Zentrum der Rundle Mall gelaufen. Wir wollten dort eigentlich einen USB-Stick und eine externe Festplatte kaufen, aber leider haben wir kein entsprechendes Elektronikfachgeschäft mit größerer Auswahl angetroffen. Den Kauf müssen wir wohl auf Melbourne verschieben.
Mit einem frischgebrühten Kaffee bewaffnet, haben wir uns dann auf zum Botanischen Garten gemacht. Dieses Mal wollten wir in die Palmhäuser hineingehen und vor allem Bilder mit Sonnenschein schießen. Dies hat auch wunderbar geklappt. In einem Haus waren Pflanzen vom Regenwald zu sehen und in einem anderen ein Seerosenteich, dessen Blühten leider nicht geblüht hatten.
Im Palmhouse konnten wir viele Pflanzen aus Madagaskar bestaunen, bevor wir über die West Terrace Street zurück zum Hotel gelaufen sind. Dort haben wir erst mal eine kleine Pause eingelegt bevor es dann wieder Richtung Dinner los ging. Wir haben bei „Good Life“ sehr lecker gespeist. Dort kann man lokale Produkte essen, die alle einwandfrei biologisch hergestellt wurden. Zum Dessert haben wir uns einen Schokoladen-Brownie mit Vannille-Eis und Schokosoße geteilt. ;-)
Abends haben wir dann Klaus von unserer Kangaroo-Island-Tour wieder getroffen. Er hat uns erzählt, dass er mit seiner Frau das gleiche Programm heute absolviert hat wie wir – nur in umgekehrter Reihenfolge. ;-)
Später dann bin ich nochmal runter ins Foyer um den hauseigenen PC für eine kostenlose Internet-Session zu nutzen. Beim Warten, dass der Platz endlich frei wird, habe ich mich mit einer älteren Dame unterhalten, die auch noch an den PC wollte und mit mir wartete. Sie stammt aus Tasmanien und hat ca. 10 Jahre in Adelaide gewohnt. Sie kommt alle paar Jahre wieder her und besucht ihre alten Freunde. Es stellte sich heraus, dass sie einmal in der Schweiz war und sogar Deutsch als Fremdsprache ein paar Jahre studiert hatte. Mit Schweizer-Deutsch kam sie sogar auch zurecht. Sie wollte ihre Kenntnisse allerdings nicht wieder auffrischen. Ich habe sie dann vorgelassen, weil sie nur ein paar Sachen für ihre „Dates“ abklären wollte. Als ich dann am Emails schreiben war, kam sie nochmal zurück und hat sich erneut bedankt, dass ich sie vorgelassen hatte. Das war echt süß. ;-)
| Denkmal in Glenelg |
| Jetty |
| Impressionen von Adelaide |
| Botanischer Garten |
| Palmhouse |
| Palmhouse |
| Impressionen von Adelaide |
Donnerstag, 20.10.2011 – Hahndorf – Mt. Lofty – Victor Harbor
Heute Morgen sind wir extra früh aufgestanden, denn wir mussten unseren Mietwagen abholen gehen und wollten nicht allzu spät damit losfahren, denn es stand wieder einiges auf dem Programm. Deshalb saßen wir auch schon um kurz nach 7 Uhr am Frühstückstisch und haben uns über das Frühstücksfernsehen über den aktuellen Stand von Queen Elizabeth´s und Prinz Phillip´s Besuch in Australien informiert. Vielleicht schaffen wir es ja, die beiden in Melbourne zu sehen. Wir kommen am gleichen Tag in Melbourne an wie die beiden. Das wäre wirklich toll. ;-)
Unseren Toyata Corolla haben wir dann knapp eine Stunde später in Empfang genommen. Sandra hat sich bereit erklärt die ersten zwei Tage zu fahren, worüber ich sehr froh war - insbesondere über die erste Fahrt und raus aus der Stadt. Das stellte ich mir besonders knifflig vor, da ich doch schon knapp 2 Monate kein Auto mehr gefahren bin. Aber alles hat super geklappt. Sandra hat den Wagen 1A vor unserem Hotel geparkt, so dass wir unser Gepäck dort einladen konnten.
Beim Check-Out haben wir dann Klaus und seine Frau wieder getroffen. Sie warteten auf ihr Taxi zum Flughafen. Für die beiden geht es nun ins Outback nach Alice Springs und zu den üblichen Punkten: Uluru, Kata Tjutas und dem Kings Canyon.
Unser erstes Ziel für heute war Hahndorf. Hahndorf ist eines der Städtchen in South Australia, welches von Deutschen gegründet wurde. Man kann dies auch an vielen Stellen erkennen, es gibt Ortschilder und Namen von Shops, die ziemlich deutsch klingen. Das Dörfchen ist wirklich sehr schmuck und auf Tagestouristen bestens eingestellt. Jeder der uns gefragt hat, wo wir herkamen, war besonders freundlich als wir erwähnt haben, dass wir aus Deutschland sind und wollte wissen wo denn genau.
Im Dorfmuseum konnten wir uns über die Ursprünge informieren und nach einem Bummel entlang der Hauptstraße, waren auch schon wieder 2 Stunden um. In einem kleinen Souvenirladen werden sogar Kuckucksuhren verkauft. Ich habe mich als Schwarzwälderin natürlich erkundigt, ob es sich um Originale oder Kopien aus Übersee handelt. Mir wurde versichert, dass alle Uhren aus Deutschland kommen und ich habe als Beweis eine Art Visitenkarte vom Hersteller bekommen. Nun muss ich nur noch googeln, wo die Firma Engstler sitzt. So klein ist die Welt. ;-)
Hahndorf ist ein wirklich schönes Örtchen und mit der Landschaft drum herum sieht es wirklich ein bisschen so aus als ob man irgendwo in Deutschland sein könnte. Einzig die Bäume und die Tiere lassen darauf schließen, dass wir am anderen Ende der Welt sind.
Im Anschluss ging es dann zum Mount Lofty. Dies ist ein Berg mit toller Aussicht auf Adelaide und die Adelaide Hills. Allerdings war es heute ziemlich bewölkt und leicht regnerisch, so dass die Aussicht nicht ganz so überzeugend war wie im Prospekt angekündigt. Deshalb sind wir auch gleich knapp 2 Kilometer weiter runter zum Cleland Wildlife Park gefahren.
Dort konnte man viele australische Tiere sehen: Koalas, Wallabies, Kängurus, Emus, Echidnas, Dingos, Tasmansiche Teufel, Vögel ... Am Gehege der Tasmanischen Teufel und der Dingos gab es jeweils eine Tierpflegerin, die etwas zu den Tieren erklärt und sie gefüttert hat. Das war wirklich interessant zu beobachten.
Im Bereich für die Koalas konnten wir Hazel streicheln und Sandra hat mit Arthur auf dem Arm tolle Fotos gemacht. Da wir Tierfutter am Eingang gekauft hatten, kamen wir auch ganz nah an die vielen Wallabies und Kängurus ran. Das war richtig toll.
Nachdem wir den kompletten Park gesehen hatten, ging es dann mit dem Auto weiter in Richtung Victor Harbor. Wir fuhren durch eine richtig schöne Hügellandschaft. Leider wirkt das Ganze im Regen nicht ganz so schön wie bei Sonnenschein.
In Victor Harbar angekommen, haben wir im Anchorage Hotel eingecheckt. Das Hotel ist wirklich ganz toll eingerichtet und sieht auch von außen auch richtig schön aus: mit Zierbögen entlang des Daches und einer tollen Veranda. Hier könnte man auch noch länger aushalten. Erst recht als wir feststellten, dass wir nicht nur ein sondern zwei Zimmer bekamen. Wir haben nicht nur ein Schlaf- mit Badezimmer sondern auch noch eine Art Vorraum mit Sofa und Fernseher und als weiteres plus ein großes Stück vom Balkon mit Sitzgarnitur.
Auf dem Balkon kam ich dann mit unseren zwei Zimmernachbarn ins Gespräch, die nach uns eingecheckt hatten. Die beiden arbeiten für ein paar Wochen auf einer Baustelle an der Esplanade in Victor Harbor und kommen eigentlich aus Adelaide. Da der Weg aber zum Pendeln zu weit ist übernachten sie lieber. Angeblich haben wir im besten Hotel der Stadt eingecheckt und das Restaurant unten soll auch toll – zwar teuer, aber halt auch sehr gut sein. Sie haben mir dann noch erklärt, wie wir am besten auf die Insel mit den kleinen Pinguinen kommen. Denn die Touristeninfo hatte schon zu und die Fahrten mit der alten Pferdekutsche, für die Victor Harbor bekannt ist, zu dieser besagten Insel waren auch schon eingestellt.
Sandra und ich sind dann los Richtung Stadtmitte gelaufen. Da Victor Harbor aber sehr klein und überschaubar ist, war dies kein Akt von Stunden, sondern eher von Minuten. Die Auswahl an Restaurants ist nicht so üppig und nach einem kurzen Rundgang haben wir uns für einen kleinen Italiener entschieden. Spannend ist ja, dass wenn wir gegen 20 Uhr zum Essen „einlaufen“, wir meistens zu den letzten Gästen gehören. Die Australier gehen wirklich für unsere Verhältnisse sehr, sehr früh essen und wir sind meistens die letzten, die aufstehen und gehen.
Zurück auf dem Hotelzimmer haben wir dann die Fotos der letzten Tage angeschaut und mit einem Gläschen Shiraz aus dem Barossa Valley die Lage für den nächsten Tag besprochen.
| Lokal in Hahndorf |
| Impressionen von Hahndorf |
| Impressionen von Hahndorf |
| Das essen wir Deutsche angeblich |
| Impressionen von Hahndorf - speziell für Eli ;-) |
| Adelaide von oben |
| Sandra und das Wallaby |
| Tasmanischer Teufel |
| Tierpflegerin mit Dingos |
| Sandra und Arthur |
| Känguru |
| Beim Känguru füttern |
| Unser Zimmer in Robe |
| Impressionen von Robe ;-) |