Nach über 10 Jahren im Arbeitsleben und vielen angesparten Überstunden gönne ich mir 2011 eine viermonatige Auszeit vom Alltagstrott.
Anfang September startet mein kleines Abenteuer und dann heißt es auf in die weite Welt.
Ich werde Australien, Neuseeland und die Südsee kennenlernen und kann´s kaum glauben, dass es bald losgeht.

Sonntag, 6. November 2011

Abschied von Auckland und auf Richtung Northland 1. Stopp Whangarei

Donnerstag, 03.11.2011 – Waitakere Ranges –Piha Beach

Für heute hatte ich eine Tagestour zu den Waitakere Ranges und zum Piha Beach gebucht. Zuerst hatte ich ja die Hoffnung, dass ich ohne meine Regenjacke auskomme, aber nach einem kurzen Versuch draußen ohne Jacke, bin ich lieber nochmal kurz zurück zum Hostel gelaufen. Es hatte leider doch zu regnen angefangen.

Mit einem Mini-Bus mit ca. 20 anderen jungen Leuten ging es dann mit unserem Busfahrer Marc – ein Aucklander durch und durch – und unserem Guide Jacki – ein Brite, der nach Auckland gezogen ist - los. Zuerst haben wir einen Kaffee- und Toiletten-Stopp in Titirangi eingelegt bevor wir zum Arataki Visitors Centre gefahren sind. Von dort hatte man eine tolle Aussicht auf Auckland. Leider hatte es immer noch ziemlich viele Wolken als wir oben ankamen, aber immerhin hatte es schon aufgehört zu regnen. Im Visitor Centre gab es jede Menge Infos zu den Ranges, den Walks, die man dort machen kann und allerhand zu Flora und Fauna.

Nach einem obligatorischen Gruppenfoto ging es dann weiter zu den KiteKite Falls. Nach einem kurzen halbstündigen Walk durch den Regenwald waren wir auch schon am Ziel. Der Großteil der Gruppe ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und nahm ein Bad im Pool des Wasserfalls. Da ich weder bei Buchung des Trips richtig darauf hingewiesen wurde, dass ich Schwimmsachen mitnehmen sollte, hatte ich auch keinen Badesachen dabei. Mir kam das ganz schön kalt zum Schwimmen vor und damit war ich nicht alleine. Drei andere Mädels aus Deutschland waren auch nicht so recht in Stimmung und so haben wir die Zeit genutzt uns zu unterhalten. Die Mädels waren sehr nett und bleiben alle für ein Jahr zum Work & Travel. By the way: den Begriff Work & Travel gibt es weder in Australien noch in Neuseeland offiziell, da ist immer von „working holidays“ die Rede.

Nach der Erfrischung für einige ging es dann zum Lunch. In unserem Reisepreis war auch ein Burger bei „Blair´s Burger“ in Piha inbegriffen. Die Burger wurden für uns am Fließband produziert und auch in Neuseeland wird Rote Beete total gern gegessen. Das finde ich super, so dass ich mir gleich den Blair-Burger mit beetroot bestellt habe. ;-)

Nach unserem Lunch standen uns über zwei Stunden zur freien Verfügung. Wir konnten die Zeit am Strand mit Faulenzen oder Ballspielen verbringen oder verschiedene Walks in der Umgebung machen. Da mir zwei Stunden am Strand rumsitzen ohne ein Buch dabei zu haben zu langweilig erschien und da es auch wieder richtig sonnig war, bin ich lieber zu einem Walk gestartet.

Südlich vom Strand konnte man über einen kleinen Weg einen Lookout auf einem Felsen erklimmen. Das war richtig cool, denn von dort hatte man einen sagenhaften Blick auf den Strand. Da die anderen alle lieber am Strand abhängen wollten und die Britin, die Interesse signalisiert hatte, doch nicht mitging, da sie sich erst kürzlich den Fuß umgeknickt hatte und noch nicht so recht fit war. bin ich alleine los gelaufen. Auf meinem Weg hab ich nur noch zwei andere und unseren Busfahrer getroffen. So langsam bekommt man einen Eindruck wie einsam es demnächst in dem Land werden könnte, denn ein Drittel von Neuseelands Bevölkerung wohnt in Auckland und der Rest verteilt sich auf zwei weitere große Städte (Wellington und Christchurch) und dann sind da nur noch kleine Städtchen und ganz viel, viel Land.

Von dem ersten Lookout konnte man noch weiter an den Klippen entlang zu einem zweiten Lookout laufen. Von dort konnte man wunderbar die Wellen beobachten, wie sie sich an den Felsen brechen. Das war echt super und hat mich ganz schwer, an Sandra´s und meine Tour entlang der Great Ocean Road in Australien erinnert.

Als unsere Abfahrzeit nach Auckland näher rückte und ich wieder unten am Treffpunkt ankam, wurden wir leider alle von unserem Guide informiert, dass der Bus erst mal wegen einem Defekt nicht fahren konnte und ein Ersatzbus auf dem Weg war. Angeblich sollte das nur noch 10 Minuten dauern, daraus wurden am Ende 60 Minuten und somit war noch etwas Zeit, um ein Eis zu essen oder aber für unserem Guide, um Karten für den Sky-Walk und den Pub-Crawl zu verlosen.

Auf unserer Rückfahrt habe ich mich dann mit unserem Guide nochmal wegen meinem Bus-Pass unterhalten. Denn die Tagestour wurde durch den gleichen Anbieter durchgeführt, bei dem ich meine Busreise gebucht hatte. Zuerst musste ich wieder feststellen, dass meine 6 Wochen Reisezeit für beide Inseln mit einem oh-das-ist-aber-knapp-Kommentar kommentiert wurde und dann meinte Jacki noch, dass mein geplanter Stopp in Whangarei, um dort in der „Little Earth Lodge“ zu übernachten doch total doof wäre. Denn dort könne man groß nichts spannendes unternehmen. Ich müsste das Programm viel mehr strafen und direkt mit dem Rest der Gruppe nach Paihia durchfahren. Er hat dann im Büro angerufen und angefragt, ob das alles überhaupt geht und Plätze im Bus verfügbar sind. Sobald ich in Auckland ankomme, solle ich meine Emails checken und eine Mail an das Stray-Büro schicken, um denen mitzuteilen, von wann bis wann ich exakt Zeit habe, damit sie einen Zeitplan austüfteln können.

Das hat mich ganz schön in Schwierigkeiten gebracht. Denn das hieß erst mal wieder Netbook aus dem Hostel holen und zur Bibliothek traben. Da wir aber eine Stunde später als geplant ankamen, war dafür nicht mehr viel Zeit. Mein kleiner weißer Freund wollte mich dann leider wieder ärgern und hat sich in der Bücherei nicht ins Internet eingewählt. Ich hab dann an der Rezeption für einen PC-Platz angefragt und als ich dann eine viertel Stunde später meinen Platz an einem der Bücherei-PCs hatte, ging es dann doch an meinem Netbook. Also schnell die Email getippt und abgeschickt.

Danach musste ich ja noch die „Little Earth Lodge“ anrufen und nachfragen, ob es sich wirklich nicht lohnt dort zu übernachten. Die Aktion war dann leider ziemlich zeitaufwändig. Denn die öffentlichen Telefone in Neuseeland funktionieren fast alle nur noch mit Telefonkarte und ich hatte ja keine. Also bin ich nochmal zurück zum Hostel, denn dort gab’s auch Telefone. Die gingen nach näherer Betrachtung aber auch nur mit Telefonkarte – außer eines und das war von einem Mädel aus Deutschland blockiert. Telefonkarten konnte man dummerweise nicht im Hostel kaufen, also bin ich nochmal los zum Kiosk ums Eck. Der Verkäufer wusste erst nicht recht, was er mir verkaufen sollte, da es angeblich so viel verschiedene gibt, und hat mir dann einfach eine gegeben.

Die ging aber bei den Telefonen im Hostel nicht. Also bin ich nochmal los und hab draußen ein Telefon gesucht. Leider musste ich dann feststellen, dass dort die Telefonkarte auch nicht geht, sondern diese nur für Gespräche von einem Festnetztelefon vorgesehen ist und nicht für öffentliche Telefongeräte. Ich hab dann doch noch ein öffentliches Telefon mit Münzeinwurf gefunden, aber leider hatte ich nicht genug Kleingeld, so dass mein Anruf nach knapp zwei Minuten abgebrochen wurde und ich dank der Kürze des Gesprächs auch nicht schlauer war.

Nach all dem Frust hatte ich dann beschlossen, morgen erst mal wie ursprünglich geplant in Whangarei auszusteigen und vor Ort bei der Unterkunft nachzufragen, was ich alles an Unternehmungen machen kann.

Das war ein ganz schön ätzender Abschluss des Tages, der doch eigentlich so schön war. Um halb zehn hab ich dann endlich auch meine Nudeln gegessen und am Tisch noch zwei nette deutsche Mädels kennengelernt, die am anderen Morgen auch mit dem Stray-Bus Richtung Norden aufbrechen wollten.

Blick vom Arataki Centre

Gruppenfoto

Wasserfall

Grünzeug

Piha Beach

Weg zum 2. Lookout

Blick vom 2. Lookout zurück nach Piha Beach

Blowhole

Am Piha Beach (auf dem linken Felsen ist der 1. Lookout)




Freitag, 04.11.2011 – Auckland – Whangarei

Da wir um 7.45 Uhr abgeholt werden sollten und ich ja auch noch auschecken musste, bin ich ganz früh heute aufgestanden. Das war auch gut so, denn als ich frisch geduscht aufm Flur stand, um mich dort zu föhnen, ging der Feueralarm los. Ich dachte erst, das war bestimmt ein Versehen und er geht gleich wieder aus. Aber nein, das war nicht der Fall. Dann fiel mir ein, dass Brigitte U. genau das gleich berichtet hatte und sie auch morgens eine Feuerprobe im Hostel mitmachen musste.

Ich hab mir dann nur noch schnell was übergezogen und bin dann mit den anderen raus. Keiner wusste so recht was wirklich los war. Dann kamen auch noch zwei Feuerwehrfahrzeuge mit tatü-tata angerast. Aber nachdem die Herren in ziemlichem gemächlichem Tempo ins Haus marschiert sind, war mir klar, dass das auch nur eine Probe war. Nach einigen weitern Minuten draußen auf der Straße, durften wir dann endlich wieder rein.

Gut, dass ich früh genug auf war, denn sonst hätte ich nach der Aktion ein ziemliches Zeitproblem gehabt. Ich hab mich dann fertig gemacht, hab gefrühtückt, meinen letzten Sachen zusammengekramt und hab ausgecheckt und stand somit rechtzeitig am Treffpunkt. Jenny und Resi kamen kurz vor knapp anmarschiert und das war auch gerade just-in-time, denn der Bus war auch schon im Anrollen.

Hostelbewertung „Frienz Backpackers“:
+ geräumige und saubere Mehrbettzimmer
+ nettes Personal an der Rezeption
+ sehr zentrale Lage
+ quietsch—bunte Tapeten im Treppenhaus
- kleine Duschkabingen mit wenig Ablagemöglichkeiten
- schlecht ausgestatte Küche, die meistens sehr chaotisch aussah, weil die gespülten und benutzten Sachen nicht weggeräumt wurden

Mit unserem Fahrer und Guide Bear ging es dann im vollbesetzten Bus los. Ich hab im Bus einen Holländer von meiner Tagestour von gestern wieder getroffen. Der Bus war bis auf wenige Plätze voll und die meisten Mitreisenden machten auch einen netten Eindruck. Daniel aus England schwang sich gleich zum zweiten Guide auf. Er reist schon seit über einem Jahr durch Neuseeland und kann zu allem und jedem irgendetwas sagen. Glücklicherweise hatte er eine ganz nette Art an sich und machte das nicht so Strebermäßig wie so manch anderer.

Der erste Stopp war bei dem McKinney Kauri Baum. Den durfte natürlich jeder umarmen. Unser Guide erzählte uns, dass wenn er nicht alle drei Tage eine Umarmung bekommt, der Baum stirbt und das sollte natürlich verhindert werden. ;-)

Der nächste Halt war eine Fahrt mit einem Glasbodenboot um Goat Island herum. Durch den Glasboden konnten wir verschiedene Fische beobachten. Leider konnten wir die Rochen nicht sehen, die angeblich kurz zuvor durchs Wasser geschwommen sind. Dafür haben wir ganz viele Snapper gesehen. Die sehen ganz lustig aus mit ihren blauen Punkten auf dem Rücken und den Flossen. Goat Island hat auch einige Höhlen, die man sich wenn man mutig genug ist auch anschauen kann.

Wir haben dies aber nicht gemacht, sondern sind weiter gefahren. Für mich hieß es dann eine Stunde später den Bus in Whangarei verlassen und den Rest der Truppe weiterziehen lassen. Wer weiß, vielleicht treffe ich den ein oder anderen wieder. Resi werde ich vermutlich nächsten Donnerstag wieder treffen. Sie möchte nach ihrer 3-Tage-Northland-Tour noch ein paar Tage in Auckland verbringen, bevor sie am Donnerstag mit dem Bus weiterfahren möchte.

In Whangarei angekommen, habe ich mich erstmal noch mit ein paar Lebensmittel im Supermarkt eingedeckt bevor ich mit dem Taxi von der Whangarei i-site (Touristeninfo) zur Little Earth Lodge gefahren bin. Leider kann man dort nicht zu Fuß hin, denn die Lodge liegt ganz versteckt und abgeschieden inmitten von Wiesen und Wäldern ein paar Kilometer außerhalb von Whangarei.

Dort angekommen konnte ich direkt nachvollziehen, wieso Gaby mir empfohlen hat, hier einen Stopp einzulegen. Die Umgebung ist einfach zu idyllisch und das Haus ist wirklich stilvoll mit balinesichen Möbel eingerichtet. Ich hab sogar für die erste Nacht ein Einzelzimmer, denn außer mir sind sonst noch drei Paare hier, die alle ihr eigenes Zimmer haben.

Von Johann, einem Work&Traveller aus Schweden, der momentan zusammen mit seiner Freundin aus Finnland für das Haus zuständig ist, wurde ich gleich über die möglichen Aktivitäten informiert und so hab ich dann doch beschlossen, die ursprünglich geplanten drei Nächte dortzubleiben.

Als erste Aktion für den Nachmittag bin ich dann zu dem „A.H. Reed Kauri Park“ marschiert. Dort gab es einen kleinen Steg, der mitten durch den Kauri Wald ging. Die Bäume hier sind nicht so groß wie in dem anderen Park, wo wir am Vormittag waren. Leider haben die ersten Siedler aus Europa fast sämtliche Kauri-Bäume gefällt und es dauert gut 100 Jahre bis sie wieder eine annährnd stattliche Größe erreicht haben. Kauri Bäume können über 1000 Jahre alt werden. Ein einzelnes Exemplar davon gibt es noch. Es steht in einem National Park im Norden der Nordinsel, aber leider werde ich auf meiner Tour wohl nicht dort vorbeikommen.

Über einen kleinen Pfad konnte man zu den Pukenui Wasserfällen aufsteigen und von dort wieder zurück in den Kauri-Wald gehen. Da es noch nicht allzuspät war, bin ich dann doch noch weiter zu den Whangarei Falls. Angeblich einer der meistfotografiersten Wasserfälle Neuseelands. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen, denn sooo spektakulär sind sie leider nicht.

Im Anschluss ging es wieder zurück zur Lodge und dort gleich zur Zubereitung meines Abendessens. Am Tisch hab ich mich dann noch mit einem Paar aus England unterhalten. Die beiden haben ein Visa für zwei Jahre, sie können damit 12 Monate arbeiten und den Rest der Zeit durchs Land reisen. Das ist echt eine tolle Sache und die beiden haben mir erzählt, was sie bisher schon alles gesehen haben.

Zusammen haben wir uns im DVD-Raum noch einen Film angeschaut. Interessanterweise gab es in der Lodge den Film „Rabbit Proof Fence“ im Angebot. Das ist der Film über den Zaun in Australien, über den ich schon berichtet hatte. Wie mir Monika richtigerweise geschrieben hatte, war dies aber nicht der Zaun, den ich in Cooper Peedy gesehen hatte, sondern ein anderer in Westaustralien (Jigalong). Die beiden waren ganz beeindruckt von der Story, weil die zuvor noch nie davon etwas gehört hatten. Leider war das ein etwas trauriger Abschluss des Tages.


Der Kauri Baum und ich

Goat Island

Glasbodenboot

Höhle (Goat Island)

Little Earth Lodge

Kauri Forest bei Whangarei

1. Wasserfall

Whangarei Falls

Erste Tage in Auckland / Neuseeland

Dienstag, 01.11.2011 – Auckland

Da ich gestern Abend nicht mehr im Supermarkt eingekauft hatte, habe ich heute bei Starbucks gefrühstückt. ;-) Danach bin ich direkt zum „NZ National Maritime Museum“ gegangen. Dank Brigitte U. wusste ich ja, dass man dort neben dem Museumsbesuch noch die Möglichkeit hat mit einem alten Segelschiff zu fahren. Das wollte ich natürlich auch gerne machen, nur leider fuhr das Schiff aufgrund des angekündigten Winds und Regens nicht raus. Dafür habe ich mir aber das Museum angeschaut.

Zwei Stunden später bin ich vollgestopft mit neuen Infos wieder herausgekommen. Man kann sich dort z. B. anschauen wie früher die Maori mit ihren Kanus übers Meer gefahren sind oder wie die ersten europäischen Einwanderer gereist sind. Auckland wird ja auch die „City of Sails“ genannt und dieses Thema wird natürlich ausführlich beleuchtet. Unter anderem kann man X Segelboote anschauen, die den Americas Cup mitgefahren sind.

Da gegenüber direkt die Touristen-Info liegt, bin ich als nächstes dorthin gegangen und hab mich von Nicki über verschiedene Fortbewegungsmittel in Neuseeland und Tagestouren informiert. Meinen Plan mit dem Intercity-Bus zu fahren, habe ich nun über den Haufen geworfen. Ich habe mir einen Everywhere-Pass von Stray gekauft. Das ist ein Tour-Anbieter, welcher Mini-Busse quer durchs Land schickt. Man kann diese sowohl als guided Tour nutzen als auch als Bus, der von A nach B fährt.

Das ist sozusagen eine Kombination von meiner komplett organisierten 7-Tages-Outback-Tour und der Reise mit dem Greyhound-Bus entlang Australiens Ostküste. Ich hoffe mal, dass mir das zusagt, denn die ganze Reise habe ich nun mit Stray gebucht. Es gibt im Moment ein sagenhaftes Angebot, da bezahle ich nur knapp die Hälfte für den Pass.

Da ich gerade so in Geberlaune war, hab ich auch noch direkt für Donnerstag eine Tagestour zum Piha-Strand und verschiedenen Walks durch die Waitakare Ranges gebucht. Die Tagestouren fangen in Neuseeland im Vergleich zu Australien sehr entspannt erst kurz vor 10 Uhr an. Das finde ich gut. ;-)

Im Anschluss bin ich noch ein bisschen durch Viaduct Harbour geschlendert. Leider hat es zu regnen angefangen - die perfekte Ausrede, um durch einige Shops zu spazieren. Mit dem Inner-City-Bus bin ich dann noch eine große Schleife um die City herumgefahren. Den ersten Stopp habe ich beim Auckland Museum eingelegt. Dort war ich allerdings nur im Café und nicht im Museum. Das ist nämlich riesig und hätte 10 Dollar gekostet, aber da ich nicht viel Zeit hatte, hätte sich das nicht gelohnt. In Museen findet man meistens schöne Cafés und das war auch in Auckland der Fall.

Von dort bin ich dann zu Fuß durch die Stadtteile Parnell und Newmarket spaziert. Leider hat es immer noch geregnet und somit war das nicht ganz so spaßig wie erhofft. In Newmarket hab ich dann endlich die neuseeländische Antwort auf den australischen Supermarkt Woolworth gefunden: Countdown - nichts wie rein und ein paar Lebensmittel eingekauft. Im Buchladen nebenan hab ich mir noch ein Buch gekauft. Ich hoffe, ich habe in den nächsten Wochen ein bisschen Zeit abends zu lesen. Bisher hab ich das ja nur auf Fiji geschafft. ;-)

Von Newmarket aus bin ich dann mit dem Bus über die K´Road wieder ins Stadtzentrum gefahren. Vom Hostel aus bin ich dann nochmal mit meinem Netbook bewaffnet zur Stadtbücherei gegangen, um im Internet zu surfen. Im Anschluss bin ich ins Kino. Seit 2 Monaten kein Kino mehr, das war ein bisschen wie Entzug. ;-)

Spät abends zurück im Hostel musste ich dann feststellen, dass sich mein „Doppel“-Zimmer nun wirklich in ein Sechser-Zimmer verwandelt hatte. Alle Betten waren belegt und die meisten Mädels schliefen auch schon. Übrigens: Halloween wird weder in Australien noch in Neuseeland richtig gefeiert und Feiertag an Allerheiligen gibt es hier auch nicht.

Maori Kanu

Hafen von Auckland

In Neuseeland gibt es auch australische TimTim´s und sogar welche mit Schwarzwald-Motto ;-)




















Mittwoch, 02.11.2011 – Waiheke Island

Heute Morgen hab ich als erstes im Hostel gefrühstückt, aber wie schon erwähnt, ist die Küche nicht am besten ausgestattet und auch nicht die schönste. Da hieß es kurz vorspülen, schnell essen und los geht´s.
@Judith: Das hat mich irgendwie ein bisschen an unsere Erlebnisse in Schottland 2003 erinnert. ;-)

Für heute hatte ich geplant mit der Fähre nach Waiheke Island zu fahren. Im Ticket-Office wurde mir direkt empfohlen nicht nur ein Return-Ticket zu kaufen sondern direkt noch eine kleine 1,5-Stunden Erkundunggstour mitzubuchen. Die gibt den ersten Überblick und danach kann man mit dem öffentlichen Bus selber die Insel erkunden und hat immer noch genügend Zeit für eigene Aktivitäten.

Mit der Fähre ging es dann um 10 Uhr raus aus der Stadt und ab ins Grüne. Wie ich es mir gewünscht hatte, klarte dann das Wetter auf und die Sonne kam raus. Am Hafen von Waiheke angekommen, hat uns Royce in Empfang genommen und mit ca. 15 anderen ging es mit seinem Bus über die Insel. Er hat uns alles Mögliche zur Insel erklärt und uns an einigen Lookouts zum Fotostopp aus dem Bus gelassen.

Nach anderthalb Stunden Rundfahrt hat er uns in Oneroa, der „Hauptstadt“ der Insel, abgeliefert und uns noch ein paar Tipps für die nächsten Stunden gegeben. Ich bin erst mal ein bisschen durch den kleinen Ort spaziert. Es gibt ganz nette kleine Shops und auch einige Cafés und Lokale UND es gibt eine Bücherei mit Internet-Anschluss.

Denn eigentlich wollte ich heute Morgen noch vor der Insel-Tour mit meiner Family skypen, aber das hat bei Starbucks nicht geklappt. Deshalb wollte ich zumindest eine Email an Bernadette schreiben, dass wir das leider verschieben müssen. Ich war echt erstaunt wie schnell die Verbindung ist. Die ist definitiv schneller als die Internetverbindung an den Computern in meinem Hostel.

Danach habe ich mich zu meinem Walk aufgemacht. In der Touristen-Info von Waiheke hatte ich mich über mögliche Walks informiert und einen davon ausgesucht. Mein Walk sollte an drei Weingütern und entlang der Küste zurück zum Hafen gehen und ca. 2 Stunden dauern. Von den Weingütern hab ich zwei von innen gesehen und in einem sehr lecker gespeist und wunderbaren Shiraz getrunken. Soviel Geld hab ich noch nie für ein Glas ausgegeben. Mir war nicht so ganz bewusst, dass das eine der drei teuersten Weingütern der Insel war. Naja, da ich schon mal da war und Hunger hatte, musste das eben sein – man gönnt sich ja sonst nichts. ;-)

Mit einer Wahnsinns Aussicht über die Anlage und Blick auf die Skyline von Auckland in der Ferne, habe ich mein „Gelage“ wirklich genossen. So kann man es aushalten. Wein-Flaschen hab ich keine gekauft, denn schließlich hätte ich die den ganzen Weg zum Hafen schleppen müssen und sehr teuer waren sie auch noch.

Der Walk entlang der Küste war wirklich wunderbar und so wie man sich Neuseeland vorstellt: rollende grüne Hügel, Schafe, kleine Buchten mit türkis-blauem Wasser und strahlend blauem Himmel.

Mit der Fähre ging es dann zurück nach Auckland und direkt zum Skytower. Ich hab dort ein reduziertes Ticket bekommen, mit dem man nicht nur Zugang zum großen „Observation Deck“ hatte sondern noch zu einem ganz, ganz oben. Das war echt toll. Die Aussicht auf die Stadt war wirklich wunderschön. Heute Abend konnte man auch wirklich sehen, wieso Auckland die „City of Sails“ ist. Da der Wind ziemlich aufgefrischt hatte, waren richtig viele Boote auf dem Wasser.

Ich habe dann wie schon zuvor in Sydney und Melbourne abgewartet bis es dunkel wurde. Echt interessant wie anders eine Stadt im Dunkel und mit all den Lichtern aussehen kann.

Zurück im Hostel hab ich dann meine erste neuseeländische Kiwi im Kiwi-Land gegessen. Schmeckt ein bisschen anders als zu Hause – viel frischer. ;-)

Morgen geht es dann auf meine Tagestour. Mal sehen, ob das Wetter bis dahin noch hält. Angeblich sollen die nächsten Tage ja für neuseeländische Verhältnisse richtig schön werden …


Auckland

... von weiter weg


Vinyard
Strand von Waiheke


Shiraz mit Platter

Entlang der Küste von Waiheke

Auckland nachmittags

Blick durch den Glasboden vom Skytower - draufstehen ist nur was für mutige

Auckland CBD

Harbour Bridge

Albert Park und davor mittig ist die Victoria Street mit meinem Hostel

Docklands by night

CDB bei Nacht - im Hintergrund ist die Vulkaninsel

Townhall

Skytower (Blick vom Hostel Rooftop)




Dienstag, 1. November 2011

Goodby Australia, Welcome New Zealand

Montag, 31.10.2011 – Melbourne / Australia – Auckland / New Zealand

Heute Morgen klingelte mein Wecker um viertel vor fünf. Ich hab mich schnell fertig gemacht und die letzten Sachen in den Rucksack gepackt. Dann hieß es sich von Sandra verabschieden, die netterweise auch kurz mit aufgestanden ist. Und los ging es zur Southern Cross Station. Von dort fuhr mein Skybus zum Flughafen.

Danke Sandra für eine tolle Zeit mit Dir zusammen. Wir haben einen ganz anderen Teil als zuvor von Australien zusammen kennengelernt und ganz, ganz viele wilde Tiere gesehen. Die Erlebnisse werden bestimmt ähnlich lange nachwirken wie unsere gemeinsame Zeit in Vietnam. Und wo wäre ich an mancher Stelle ohne Dich gelandet. Sonja hat für mich Spinnen bekämpft und Du hast mich davor bewahrt meinen Fotoapparat zu verlegen oder den falschen Weg einzuschlagen. Danke Dir!

Der Transport zum Flughafen verlief ganz unkompliziert, aber das war um diese Uhrzeit auch nicht anders zu erwarten. Der Flug war dann auch ganz ruhig. Neben mir saß ein älteres Paar aus England, welches jetzt in Portugal wohnt und Verwandte in Auckland besucht. Sie sind erst den Tag zuvor in Manchester losgeflogen und sahen dafür ziemlich fit aus und waren auch gegen später recht gesprächig.

In Auckland angekommen, hab ich mir gleich ein weiteres Ticket für einen Skybus geholt – diesmal in die Innenstadt. Auckland ist im Vergleich zu Melbourne echt winzig, das ist echt angenehm. Das „Frienz Backpackers“ hab ich auch gleich gefunden und mein Zimmer teile ich die erste Nacht anstatt mit 5 anderen Mädels nur mit Lizzi aus Frankreich. Das ist toll. Ansonsten macht das Hostel einen vernünftigen Eindruck. Die Jungs von der Rezeption sind sehr engagiert uns mit sämtlichen Infos zu versorgen. Das einzige nicht so schöne ist die Küche. Ich überlege mir schwer, ob ich da wirklich kochen will.

Den Tag hab ich mit einer Internet-Session in der Stadtbücherei direkt ums Eck und Kaffee trinken verbracht. Von der Stadt hab ich noch nicht so viel gesehen. Auf meiner Suche nach dem nächstgelegen Supermarkt hab ich die steilen Straßen kennengelernt, aber leider den Supermarkt nicht gefunden. Das hat mir die Entscheidung mit dem Kochen fürs erste abgenommen. Es hab Take-Away Sushi vom Japaner um den Block.

Im Hostel hab ich mich dann vom Schotten an der Rezeption über möglichen Touren und Busanbieter informiert. Ich bin jetzt ganz schön mit Info vollgestopft. Hier gibt’s genauso viel Infoflyer wie in Australien, wenn nicht sogar noch mehr. Unglaublich.

Ab morgen geht’s dann erst mal auf Erkundungstour. Es soll regnen. Da werde ich wohl das Maritime Museum aufsuchen und im Visitor Center nochmal nach deren Meinungen zu Busanbieter und Co. fragen. Da Auckland zwei Stunden vor der Melbourne-Zeit liegt, bin ich noch gar nicht müde und das obwohl hier schon kurz vor ein Uhr Nacht ist …


Bye, Bye Australia



Meine knapp zwei Monate in Australien gingen rasend schnell herum und ich habe so viel von diesem tollen Land gesehen und am Ende ist es doch nur ein kleiner Ausschnitt von diesem gewaltigen Kontinent. Mein Wunsch nochmal wieder zu kommen, hat sich im Laufe der Reise auf jeden Fall verstärkt.

Es lässt sich nur schwer sagen was bisher das Highlight war. Jede einzelne Region hat ihre eigenen Highlights und teilweise ist es sogar schwer dort ein einzelnes Highlight auszumachen. Die Metropolen Sydney, Brisbane, Adelaide und Melbourne sind komplett unterschiedlich und jede Stadt hat ihren eigenen Charme. Die Natur ist phänomenal und ist in jeder Region auf ihre Weise besonders: Regenwald und Great Barrier Reef in Queensland - Blue Mountains in New South Wales –Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon in Nothern Territory – Cooper Peedy, Flinders Ranges und Kangaroo Island in South Australia – Great Ocean Road und Grampians in Victoria.

Zu meinen Highlights gehören definitiv: Sydney, Blue Mountains, Daintree Rainforest, Great Barrier Reef, Fraser Island, Brisbane, Kata Tjutas, Kings Canyon, Flinders Ranges, Adelaide, Kangaroo Island, 12 Apostel, Melbourne und Phillip Island.

Die Australier und auch die Menschen, die ich aus anderen Längern hier getroffen haben, haben die Reise wirklich bereichert. Gerade die Australier sind ein toller Schlag Mensch: so offen und hilfsbereit, ihre Art wirkt im Gegensatz zu den manchen Amerikaner nicht aufgesetzt sondern ehrlich, meistens haben die Aussies ein Lächeln im Gesicht und einen flotten Spruch auf den Lippen. Jeder Gast wird willkommen geheißen und man hat schnell das Gefühl auch dazu zu gehören.

Wenn ich nochmal wieder kommen sollte dann möchte ich mir gerne den Kakadu National Park, Darwin, die Westküste und Tasmanien anschauen. Träumen ist ja erlaubt. ;-)


Melbourne - Phillip Island

Sonntag, 31.10.2011 – Melbourne – Phillip Island

Die letzten zwei Nächten wurde in Melbourne die Nacht zum Tag gemacht. Am Samstag war Auftakt zu einer Woche Pferderennen und Party anlässlich des Melbourne Cups. Gestern war der erste Renntag und der wichtigste folgt am Dienstag. In Melbourne ist das ein offizieller Feiertag und somit Bank Holiday. Nach dem Dinner wird dann gefeiert und irgendwo neben unserem Hotel ist eine Location, in der abends bis um 3 Uhr Live- und DJ-Musik gespielt wird. Wenn man eigentlich schlafen möchte, weil es am anderen Tag wieder früh raus geht, ist das ganz schön nervig … Oropax hilft da nur bedingt, denn unser Hotelzimmer hat leider weder Doppel-Verglasung noch Fenster, die richtig dicht machen.

Schon seit Wochen wird in den Medien über Qantas und deren mögliche komplette Standortverlagerung nach Südostasien berichtet. In Australien ist das ein riesen Thema, da Qantas „a nationl icon“ ist und damit tausende von Arbeitsplätzen verbunden sind. Es gab hierzu auch schon einige Streiks und mittlerweile ist die Sache leider eskaliert. Seit gestern Nachmittag stehen weltweit alle Qantas-Maschinen still und kein Flug geht mehr.

Sandra soll am Montag eigentlich mit Qantas nach Sydney fliegen und seit gestern Abend ist ungewiss, ob der Flug überhaupt stattfindet. Die Infos fließen spärlich bis gar nicht. Vom Explorer-Reisebüro wurde Sandra informiert, dass es Probleme geben könnte und sie solle sich an Qantas direkt wenden. Wenn die Mitarbeiterin am Montag im Büro ist, würde sie sich direkt darum kümmern. Toll, wenn Deutschland einen halben Tag hintendran ist und zu dem Zeitpunkt wo die gute Frau ins Büro marschiert, Sandra schon längst hätte in Sydney sein sollen. Das bedeutete die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Dank Internet, TV und iPhone hat Sandra dann versucht rauszubekommen was es für Optionen gibt. Angeblich bezahlt Qantas weitere Hotelübernachtungen, Verpflegung und Umbuchungen. Die Flüge werden stündlich teurer, weil sämtliche Passagiere natürlich versuchen über andere Airlines zum Ziel zu kommen. Über die eingerichtete Hotline ist kein Durchkommen zu Erwarten und nach über 20 Minuten in der Warteschleife hat Sandra entnervt aufgegeben.

Drei Optionen stehen zur Verfügung: 1. Buchung eines Fluges mit einer anderen Airline und hoffen, dass Qantas auch Kosten, die mittlerweile bei über 400 Dollar pro Flug liegen, trägt. 2. Buchung eines Zugtickets für knapp 110 Dollar und einer Fahrt von knapp 10 Stunden oder 3. Am Montag zum Airport fahren und vor Ort schauen, ob der Flieger geht und was Qantas für Alternativen anbietet.

Sandra hat sich später für die Zugfahrt entschieden und mittags das Zugticket per Telefon gebucht. Mal sehen was sich im Laufe des Tages noch ergibt, denn heute soll noch ein Meeting der Geschäftsführung stattfinden.

Wir haben uns heute Vormittag das letzte Mal mit Jacqueline getroffen. Jacqueline hat uns im Hotel abgeholt und wir sind zusammen mit der Tram zu den Docklands gefahren. Im neuen Shopping Center „Harbour Town“ haben wir zusammen gefrühstückt. Danach sind wir noch ein bisschen durch die Shops geschlendert und haben ansonsten eher Window-Shopping betrieben. Auf meinen Wunsch hin, sind wir noch zum Pier gelaufen und haben letzte gemeinsame Fotos geschossen. Leider hatten wir heute nicht allzu viel Zeit, da wir später noch auf eine Halbtages-Tour gehen sollten und somit mussten wir auch schon zurück zum Hotel gehen.

Bei der Verabschiedung von Jacqueline haben wir uns direkt fürs neue Jahr in Duisburg verabredet und außerdem muss ja auch noch eine Fahrt nach Wien zu Carina geplant werden. Das sind doch gute Vorsätze fürs neue Jahr. ;-)

Im Hotel hat Sandra das Zugticket gebucht und wir haben uns zu unserer Tour nach Phillip Island aufgemacht. Wir wurden relativ pünktlich abgeholt. Es ist immer so ein kleiner Unsicherheitsfaktor dabei, wenn man Touren nur telefonisch bucht und keinerlei Papier oder Email als Bestätigung hat. Aber in Australien funktionierte das, bis auf einige wenige Ausnahmen, hervorragend. Nachdem wir am Federation Square nochmal in einen anderen Bus umsteigen mussten, ging es dann endlich Richtung Phillip Island.

Auf dem Weg dahin machten wir Halt bei einer Cattle Farm. Dort gab´s zuerst eine kleine Stärkung für Sandra und mich. Ich habe mich für Devonshire Tea entschieden.
@Brigitte: Das ist die australische Variante von Cornish Cream Tea. ;-)
Im Anschluss konnten wir mal wieder Kängurus füttern und streicheln und diesmal auch einen Wombat. Es gab zwei Exemplare davon: Walley und Stewart. Die Wombats waren ganz schön hungrig und haben gierig ihre Stückchen von der Karotte abgebissen.

Die Kängurus waren zu Anfangs genauso hungrig, aber da wir zusammen mit einer großen Gruppe aus Asien dort waren und alle etwas zu futtern dabei hatten, waren die Roo´s bald gesättigt und leicht genervt von den vielen Besuchern. Einer wurde etwas übermütig und hat Sandra geboxt. Danach hat er sich zum „Schmollen“ in die Ecke gestellt und sich nicht mehr gerührt. ;-)

Von der Cattle Farm ging es dann weiter zur eigentlichen Insel. Phillip Island kann man über eine Brücke erreichen und braucht somit nicht mit einer Fähre übersetzen. Der erste Stopp dort war bei einem „Koala Conservation Center“. Dort konnte man Koala beobachten. Einer davon war quick lebendig und lief über den Handlauf unseres Holzstegs. Die Koala-Dame war echt knuffig und war deshalb natürlich von ganz vielen „Fotografen“ umringt. Die meisten Koalas haben wir schlafend vorgefunden. Zwei Koala-Damen hatten Babys und eines konnten wir von ganz nah sehen, weil die beiden auf einem Baum direkt am Holzsteg saßen. Man könnte sich hier stundenlang aufhalten und die putzigen Tierchen beobachten, aber leider geht das nicht, denn die Hauptattraktion wartet ja noch auf uns.

Weiter ging´s also zum Dinner-Stopp nach Cowes. Da Sandra immer noch nicht die versprochene Email mit der Bestätigung des Zugtickets auf dem iPhone hatte, wurde der Stopp erstmals genutzt, um der Sache nochmal hinterher zu telefonieren. Dank Melbourne-Tourismusbroschüre haben wir die Telefon-Nr. vom Hotel rausgefunden und dort angerufen, aber wie zu erwarten war, hatten die keine Nachricht vom Bahn-Unternehmen erhalten. Deshalb hat Sandra dort nochmal direkt angerufen. Leider wurde ihre Emailadresse falsch geschrieben und deshalb kam die E-Mail nicht bei ihr an.

Dank iPhone konnte Sandra direkt prüfen, ob die erneut verschickte Bestätigung angekommen ist. Ein Smartphone ist schon eine richtig, richtig praktische Sache. Gerade für Fälle wie diese ist man ansonsten ja richtig aufgeschmissen. Wir waren ja mit der Tour unterwegs und hätten so nicht in ein Internetcafé gehen können.

Auf die guten Nachrichten haben wir beim Italiener um´s Eck mit Shiraz angestoßen und eine Pizza gegessen. Danach ging es direkt weiter zur Pengiun Parade. Unser Guide Chris hat uns noch ein Stückchen entlang der Küste gefahren und uns die Nobbies und die Felsen gezeigt, auf denen Pelzrobben zuhause sind. Von den Klippen hatten wir eine tolle Sicht auf den Schauplatz für die Pinguin Parade, zu der wir gleich weiterfahren werden.

Auf Phillip Island leben ganz viele „Little Penguins“. Sie sind die einzigen Pinguine von Australien und die kleinste Pinguin-Rasse überhaupt. Auf Kangaroo Island haben wir schon welche gesehen und hier auf Phillip Island gibt es noch viel, viel mehr von ihnen zu bestaunen. Bei der allabendlichen Pinguin Parade vom Meer zu ihren Nestern kann man den kleinen Hüpfern zuschauen. Hierzu wurde extra eine Art von Tribüne am Strand für die Besucher gebaut. Dank unserem frühen Eintreffen konnten Sandra und ich uns Plätze in der zweiten Reihe sitzen.

Gesponsert von Emirates und Sandra´s Tour-Anbieter haben wir es uns auf einem Handtuch und mit Decken gemütlich gemacht. Mit allen Jacken, die wir dabei hatten, dick eingepackt, mussten wir eine knappe Stunde warten bis die „Show“ losging. Die Pinguine kommen bei einbrechender Dunkelheit aus dem Wasser und watscheln dann in kleinen Grüppchen zu ihren Nestern. Das ist wirklich sehr schön zu beobachten und in die kleinen Pinguine kann man sich direkt verlieben.

Zuerst etwas schüchtern kommen sie aus dem Wasser und watscheln dann über den Strand bis zu den Dünen. Von dort kann man ihren Weg durch die Dünen wunderbar über die Holzstege und –Brücken beobachten. Die kleinen Wichte könnte man stundenlang beobachten wie sie so vollgefressen den Hügeln hochwatscheln, aber leider mussten wir uns nach einer knappen Stunde wieder auf den Weg zum Visitor Center zurück machen.

Da man vor Ort keine Fotos machen darf, „mussten“ wir uns ja noch Postkarten kaufen. Dabei hat sich doch glatt ein kleiner plüschiger Pinguin mit Ringelpullover in die Einkaufstaschen geschlichen … ;-)

Das war wirklich ein toller Abschluss meines Australien-Aufenthalts. Zum Abschied nochmal Wildlife pur mit Kängurus, Wombats, Emus (gabs auch auf der Cattle Farm), Wallabies (die wuselten über die Hügel rund um das Visitor Center), Koalas und Zwergpinguine.

Da der Weg von Melbourne nach Phillip Island anderthalb Stunden lang ist, waren wir erst gegen 23 Uhr wieder in der Stadt und bis wir beim Hotel waren, war gut nochmal eine halbe Stunde um. Dann hieß es noch Packen und kurz noch den Flugstatus meines Flugs im Internet checken.

Hotelbewertung „All seasons Kingsgate“:
+ zentrale Lage zwischen Southern Cross Station und City Center
+ Zimmer sind für ein Stadthotel sehr geräumig
+ Frühstück inklusive
- Komfort, welchen wir von unseren Hotels in Adelaide und den Motels gewohnt waren fehlt (keine Zweithandtücher, zuerst nur ein Set an Badeartikeln, keine Equipment um Frühstück zu machen, keine Weingläser ;-) , keine komplett schließenden Fenster)
- teures Wi-Fi / + 15 Minuten Internet pro Tag frei (aber was sind schon 15 Minuten …)


Sandra und ich in den Docklands

Jacqueline und ich

Sandra und Walley

Beim Känguru Füttern

Auf der Walz :-)

Ein schöner Rücken kann auch entzücken

Das musste mal klar gestellt werden

Koalas

Phillip Island


Größenunterschiede